Wichtige Fragen im Trauerfall

Beauftragung

Abholung aus privatem Umfeld

  • Jederzeit möglich, wenn der Tod durch einen gerufenen Arzt festgestellt wurde.  Weil zwischen dem Anruf beim Arzt und  dessen Eintreffen oft mehrere Stunden liegen, sollte das Bestattungsinstitut im Idealfall parallel zum Arzt informiert werden.  So verstreicht später keine Zeit, weil man die Abholung optimal auf das Eintreffen des Arztes abstimmen kann.

Abholung aus einem Heim oder Pflegeeinrichtung

  • Hier ist in der Regel ein schnelles Abholen erforderlich, gerade dann, wenn die verstorbene Person in einem Mehrbettzimmer verstorben ist.  Oft hat man aber auch Zeit bis zum folgenden Morgen.  Rufen Sie uns aber auf jeden Fall sofort an und wir nehmen Kontakt mit der Pflegeeinrichtung auf. In diesem Telefonat klären wir den passenden Zeitpunkt der Abholung und können Rücksicht nehmen auf Wünsche des Hauses. Dabei helfen uns Namen und Rufnummern möglicher Ansprechpartner.

Abholung aus einem Krankenhaus

  • Tritt der Tod in einem Krankenhaus ein, hat man in der Regel ausreichend Zeit sich um einen Bestatter zu bemühen.  Man kann durchaus Leistungen vergleichen und sich in aller Ruhe den Bestatter seines Vertrauens suchen. Wir nehmen dann Kontakt mit der Pathologie der Klinik auf und übernehmen die weitere Versorgung.

Abholung aus der örtlichen Rechtsmedizin

  • Im Einzelfall ordnen die Behörden eine Untersuchung zur Todesfallfeststellung an. Dann erfolgt in der Regel eine Prüfung der Umstände, bis hin zu einer Obduktion.  Erst nach einer Freigabe durch die Rechtsmedizin kann eine Abholung durch ein Bestattungsunternehmen erfolgen
  • WICHTIG: Tritt ein Sterbefall ein, sind laut Gesetz bestattungspflichtige Angehörigen verpflichtet, sich um die Beisetzung zu kümmern. Erfolgt dies nicht innerhalb von 10 Tagen nach Freigabe oder Todesfeststellung, wird eine Bestattung von Amtswegen eingeleitet. Die dabei anfallenden Kosten werden anschließend von den Behörden immer bei den Angehörigen eingetrieben. Dabei entstehen erfahrungsgemäß höhere Kosten, als bei einer schlichten Beisetzung durch den Bestatter Ihres Vertrauens.
     

Abholung bei einem anderen Bestattungsunternehmen

  • Nicht selten hat ein Pflegeheim oder eine Polizeidienststelle einen örtlichen Bestatter mit der Abholung beauftragt, der aber nicht die Beisetzung für Sie durchführen soll. In diesem Fall nehmen wir den Kontakt zum Kollegen auf und überführen den Verstorbenen, von unserer Seite kostenfrei, in unser Institut.
     

Darf ich den Bestatter wechseln ?

  • Nicht selten geht man bei einem Trauerfall zum einzigen Bestatter, den man bis zu diesem Zeitpunkt kannte und erteilt einen Auftrag, ohne die dadurch entstehenden Kosten überblicken zu können.  Erst später kommt oft die Einsicht, dass man eigentlich eine andere Wahl hätte treffen wollen.

    Ob Sie aus Kostengründen einen Bestatterwechsel wünschen oder sich kein Vertrauensverhältnis einstellt: Wie bei jedem Geschäft haben Sie zu jedem Zeitpunkt das gesetzliche Recht zum Widerruf des Vertrages.
  • Dieser Widerruf sollte umgehend erfolgen. Wenn zu diesem Zeitpunkt neben dem Beratungsgespräch und der Vertragsunterzeichnung noch keine weitere Leistung erbracht wurde, dürfen durch diesem Widerruf keine Kosten entstehen.

    Sollte schon eine Abholung oder sogar eine Verstorbenenversorgung durch den Bestatter erfolgt sein - die Sie zuvor explizit veranlasst hatten -, hat er selbstverständlich das Recht, diese Leistungen vergütet zu bekommen. Bewegen sich diese Forderungen in einem zulässigen Rahmen, werden sie gerne von uns für Sie verauslagt und fallen in der Regel bei uns nicht mehr extra an, weil die Leistung im Idealfall durch den Kollegen korrekt erbracht wurde.

    Haben Sie Zweifel oder Fragen ob ein Bestatterwechsel für Sie sinnvoll wäre, rufen Sie uns unter 0421- 1 44 11 oder 0421 - 62 85 35 unverbindlich an.

    Bitte denken Sie daran: Eine Beisetzung ist ein ganz normale Dienstleistung, bei der Sie das Recht zum Vergleichen von Leistungen und Kosten haben. Eine Auftragsvergabe kann nur durch Sie erfolgen und sollte niemals aus Zeitdruck geschehen. Dadurch gehen Sie sicher, dass Sie keine Leistungen beauftragen, die Sie eventuell gar nicht benötigen.

    Ein reines Informationsgespräch mit einem Bestattungsunternehmen ist rechtlich keine Auftragsvergabe und auch keine in Rechnung zu stellende Leistung. Bei einem Gespräch in den Räumen eines Bestattungsinstituts handelt es sich ausschließlich um eine verkaufswerbliche Maßnahme des Unternehmens. Ein seriöses Institut, wird Sie dabei zeitlich niemals unter Druck setzen.

    Sie haben immer das Recht und die Zeit, das Angebot zu Hause in Ruhe zu überdenken und zu vergleichen. Handelt ein Beerdigungsinstitut nach einem ersten Beratungsgespräch eigenmächtig und ohne Ihren ausdrücklichen Auftrag, handelt es rechtswidrig und ist unter Umständen sogar zum Schadenersatz verpflichtet. Auf jeden Fall kann es das eigenmächtige Handeln nicht in Rechnung stellen und nicht gegen Sie durchsetzen.

Überführung aus einer anderen Stadt

  • Verstarb die betroffene Person nicht in der Nähe seines Heimatortes, sondern eventuell im Rahmen eines Urlaubes oder eines Kuraufenthaltes, kümmern wir uns selbstverständlich um die Überführung in die Heimat.
     

Kann man die Urne zuhause behalten ?

  • Nach deutschen Recht haben wir eine Bestattungspflicht auf einem dafür vorgesehenen Friedhof oder als  Seebestattung auf dem offenen Meer in Nord- oder Ostsee.
    In Bremen ermöglicht uns das bremische Bestattungsrecht in Einzelfällen seit dem  1. Januar 2015 eine Beisetzung außerhalb eines klassischen Friedhofs.
    Dazu muss der Verstorbene diesen Wunsch zu Lebzeiten handschriftlich dokumentiert haben und muss zum Zeitpunkt seines Ablebens in Bremen gemeldet gewesen sein.
    Für Fragen zu dieser Thematik empfehlen wir Ihnen ein persönliches Gespräch unter 0421- 1 44 11 oder 0421 - 62 85 35   
     

Aufbahrung und Abschiednahme

  • Trauer kennt keine Zeit und sich von dem verstorbenen Menschen zu verabschieden und noch einmal Zeit in seiner Nähe zu verbringen, ihn zu berühren, sich zu erinnern, zu schweigen oder zu sprechen  ist oft ein wichtiger erster Schritt zur Trauerbewältigung.  Die Totenwache ist ein alter Brauch und ist sehr hilfreich auf Ihrem Weg des Abschiednehmens. „Der erste Schritt in die Trauer ist der erste Schritt durch die Trauer.“
    In unseren Aufbahrungsräumen, können Sie gemeinsam mit  anderen Hinterbliebenen oder allein Abschied nehmen. Wir ermöglichen Ihnen nach kurzer Voranmeldung jederzeit Zugang zu unseren Räumlichkeiten. Auch bei einer Hausaufbahrung versorgen wir Ihren Verstorbenen fachgerecht und sind Ihnen gern bei der Schmückung der Räumlichkeiten mit Kerzen, Blumenständern etc. behilflich. Hierfür halten wir die entsprechende Dekoration bereit.
     
  • Die Aufbahrung des Verstorbenen kann in Deutschland bis zu 36 Stunden, auf Antrag bis zu 96 Stunden lang dauern. Üblich ist aber eine Aufbahrung für einige Stunden an einem einzigen Tag zur letzten Abschiednahme